Johannes Saurer

Neubauten Wohnanlage Rossfeld

PROJEKTWETTBEWERB

offenes Verfahren

RANGIERUNG

5. Rang

PLANUNG

2017

AUFTRAGGEBENDE

Stadt Bern

INGENIEURBÜRO

Indermühle Bauingenieure Thun
Ingenieurbüro IEM Thun

LANDSCHAFTS-
ARCHITEKTUR

Xeros Landschaftsarchitektur Bern

ORT & KONTEXT

Das Rossfeld ist geprägt durch bestehende Institutionen und unterschiedliche architektonische Ausdrucksformen im direkten Umfeld. Der Entwurf reagiert auf diese Situation mit einer klaren, ruhigen Struktur und stärkt die Bezüge im Erdgeschoss auf Fussgängerniveau.

BESTEHENDE STRUKTUREN

Zentral ist die Weiternutzung der geschützten Operationsstelle (GOPS). Die Eingriffe bleiben minimal; die GOPS wird nur dort ergänzt, wo Technik-, Keller- und Nebenräume erforderlich sind. Ihre orthogonale Ausrichtung wird im Erdgeschoss aufgenommen und schafft eine nachvollziehbare Beziehung zu den vorhandenen Bauten.

BAUKÖRPER

Zwei identische Baukörper ermöglichen Repetition und einen hohen Grad an serieller Bauweise. Durch das Ausdrehen der oberen Geschosse reagieren die Volumen auf die übergeordnete Bebauungsstruktur; gedeckte Zugänge entstehen dort, wo die Fassade knickt und die Eingänge markiert.

KONSTRUKTION

Über dem Erdgeschoss übernimmt eine Betondecke den Lastabtrag und leitet ihn über ein Stützenraster weiter. Die Obergeschosse sind in Holz erstellt, mit effizienten Spannweiten. Die selbsttragende Fassade besteht aus vorfabrizierten Elementen (Betonrahmen mit Leichtbaufüllungen), montierbar ohne Gerüst; geschlossene Felder erhalten langlebige Keramikplatten.

RAUM & IDENTITÄT

Die Fassaden entwickeln sich aus dem Ort: helles Betonraster als Bezug zu den Wohnbauten, dunkle Keramikfelder als Vermittlung zur dunkleren Farbigkeit der Kirche. Innen schaffen Massivholz, Lehmputz und mineralische Anstriche ein ruhiges, gesundes Wohnklima; ein differenziertes Farbkonzept ersetzt das „Allerweltsweiss“.