Johannes Saurer Architekt BSA

Neubau Wohnheim Heilsarmee Köniz

Auftraggeber

Genossenschaft Heilsarmee Sozialwerk

Landschaftsarchitekt

Studienauftrag

selektiv

Planung

2010

Rangierung

2. Rang

Der lineare, bescheidene Baukörper entwickelt sich aus dem Ort, dem Verlauf der Höhenkurven und der Stützmauern. Ein Schrägdach führt von der unteren zu der oberen Ebene und lässt das Volumen massstäblicher erscheinen. Der gut besonnte Zugangsbereich wird mit einfachsten Mitteln (Linde mit Sitzbank) zu einem lauschigen Plätzchen transformiert. Die verglasten Sockelgeschosse verschmelzen durch die Spiegelung mit dem Aussenraum.
Die samt wirkenden, leicht schimmernden Oberflächen aus feuerverzinkten Blechplatten entwickeln sich aus der Gärtnerei und verleihen dem Gebäude mit den Lichtreflexen auf der Metalloberfläche eine wohltuende Eleganz und Leichtigkeit. Die Brise-Soleil verbinden den Innenraum mit dem Aussenraum, bieten Schutz vor Sonne, Regen aber auch vor ungewollten Einblicken. Die raumhohen Verglasungen bringen viel Licht ins Zimmer und lassen dies grösser erscheinen. Das Herz der zweispännigen Anlage bildet die alle Ebenen verbindende
„Rue Interieur“. Sämtliche Räume sind hier angegliedert, was eine einfache Orientierung und Auffindbarkeit gewährleistet. Durch die offene Gestaltung in Schnitt und Grundriss sind vielschichtige Ein- und Ausblicke möglich. Kräftige Farben beleben diese halböffentliche Zone und sorgen für eine fröhliche Raumatmosphäre. Die Nischen vor den Zimmern bilden einen sanften Übergang vom halböffentlichen zum privaten Bereich. Das knappe Budget zwingt zu radikalen Lösungsansätzen. Dem einfachen Baukörper liegt eine gleichförmige Struktur zugrunde, die mit den geforderten Nutzungen optimal gefüllt wird. Auf unnötige Veredelungen wird grundsätzlich verzichtet.