Auftraggeber
Einwohnergemeinde Hefenhofen
Landschaftsarchitekt
JELA Jonas Eberhart Landschaftsarchitektur
Visualisierung
Architron Zürich
Projektwettbewerb
offen
Planung
2024
Rang
engere Wahl
DAS HERZ DER ANLAGE
Der Weiler Sonnenberg ist das gefühlte Zentrum der Gemeinde Hefenhofen. Ein Begegnungsort für die Bevölkerung. Ein neuer „Dorfplatz“ stärkt die Identität des Orts. Abgeleitet aus der ortsbaulichen Lektüre verfolgen wir den Ansatz der Gebäudegruppe. Das Neubauvolumen schliesst die Lücke und bindet das heute abseitsstehende Mehrzweckgebäude in die Gruppe ein. Es entsteht ein allseitig gefasster grosszügiger Platz.
DIE GESTALTUNG
Die Schule erzählt mit seiner Gestaltung von der Geschichte des Ortes als ehemals landwirtschaftlich genutzter Raum. Die harmonische Dachsilhouette des Weilers wird mit einem ruhig wirkenden Faltdach ergänzt. Die vierteilige Dachgiebelstruktur kommuniziert mit dem Mehrzweckgebäude und bindet dieses in das Ensemble ein. Wichtige Gestaltungselemente sind die Rhythmisierung; die Sichtbezüge sowie die Ausblicke ins Grüne.
DIE NEUE SCHULE
Die neue Atelierschule ist auf zwei Geschossen organisiert. An beiden Gebäudeenden verbindet ein Erschliessungskern die Geschosse. Dazwischen erstreckt sich eine offene Raumstruktur. Mittig liegt die grosszügige und mit Nischen ausgestattete Bewegungs- und Lernlandschaft. An die multifunktionale Mitte sind Material- und Gruppenräume angegliedert. Die Lernateliers befinden sich entlang den Fassaden. Kleine Treppen führen zu weiteren Lernnischen über den Boxen der Gruppenräume. Ein vielfältiges Angebot an öffentlichen und halböffentlichen Lernräumen sowie genügend Ruhe- und Rückzugsorte auf verschiedenen Ebenen werden angeboten. Schülerinnen und Schüler können sich die neutralen Räume aneignen und nach den eigenen Bedürfnissen gestalten. Das veränderbare Raumkonzept ermöglicht stufenübergreifendes Lernen in einer offenen Lernlandschaft. Sichtbezüge und Akustik können mittels Vorhängen einfach reguliert werden.
Ein naturbelassenes Holzhaus steht wie ein Holzstapel am Waldsaum des Sihl Ufers und folgt mit seiner Form und Ausrichtung dem Flusslauf. Alle Nutzungen sind unter einem Dach vereint.
Das Volumen ist zur Strasse hin leicht nach vorne geknickt und wirkt dadurch wie eine Geste,
die sagen will: „Herzlich willkommen“. Die Nutzung ist längs zum Gebäude aufgeteilt in eine öffentlichere lebendige, und eine privatere geschützte Hälfte.